2017- heute

Die Chronik der K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V.



Und endlich ist die lange Alaaf-freie Zeit vorbei und die neue Session konnte am 11.11.2016 beginnen. Nach dem Aufgalopp zum Ende des Jahres 2016 war der Dreikünnige-Appell am 6. Januar 2017 der erste größere Höhepunkt, bei dem die Mitglieder der Gesellschaft sich am Kölner Stadtrand auf die Veranstaltungen der bevorstehenden Session einstimmten. Wie bereits im Vorjahr mit Erfolg praktiziert, wurde auch dieses Jahr die Goldene Mütze wieder im Rahmen des Dreikünnige-Appells verliehen. Es hat sich bewährt, diese von der K.G. Alt-Köllen vergebene Ehrenauszeichnung für Ver- dienste um das Kölner Brauchtum in einer ruhigeren und intimen Atmosphäre zu verleihen. Diesjäh- riger Mützenträge ist Wicky Junggeburth, der Prinz aus dem Jahr 1993 mit dem unvergessenen Lied „Einmol Prinz zo sin“. Im Anschluss begann Wicky Junggeburth seine Karriere auf den Bühnen der Stadt Köln und darüber hinaus, wobei er sich bis heute eher den leisen Tönen widmet und die Historie des Kölner Karnevals bei seinen Veranstaltungen aufarbeitet.
Vom 14. bis 16. Januar war es dann endlich soweit, die Zeltsitzungen, die Proklamation des Dreige- stirns durch die Kölner Bürger, fand auf dem Neumarkt statt. Die Superlative der Vorjahre muss man kaum wiederholen. Samstag und Sonntag waren, wie seit Jahren gewohnt, ausverkauft und auch die Mädchensitzung am Montag erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Um es kurz zu machen, es waren wieder drei Tage wie aus einem Guss.
Durch die Länge der Session gab es dann eine durch Härenovende unterbrochene Ruhephase bevor am 17. Februar 2017 mit der Kostümsitzung der K.G. Alt-Köllen ein weiterer Höhepunkt der Session anstand. Alle Gäste verlebten einen stimmungsgeladenen Abend.
Wie gewohnt ist die Zeit zwischen der letzten Sitzung und den heißen Tagen nur sehr kurz und bereits eine Woche später, am 25.02.2017 fand der ausverkaufte Paprikaball in den Räumen der Wolkenburg statt, bevor am Rosenmontag die K.G. Alt-Köllen in einem prächtigen Zoch durch die Stadt Köln zog.
Den Abschluss des karnevalistischen Treibens bildete das Fischessen der K.G., bei dem sich Freunde in die Regenerationsphase verabschiedeten.
Auf der Jahreshauptversammlung im Sommer 2017 wurde unser Präsident Rainer Riedel mit großer Mehrheit im Amt bestätigt und wird unsere Gesellschaft durch die nächsten Jahre führen.

Kurz nach dem Jahreswechsel 2017/2018 durften wir mit unserem Dreikünnige Appell ungewöhnlich früh in die neue Session starten. Während des beschwingten Start in die Session erhielt Biggi Fahnenschreiber-Deppenheuser, „die Mutter aller Mariechen“ die Golden Mütze der KG Alt-Köllen für Ihre langjährigen Verdienste um die Tanzgruppen im Kölner Karneval. Eine besser zum aktuellen Motto „Mer Kölsche danze us der Reih“ passende Mützenträgerin hat es wohl selten gegeben.
Es folgten drei immer wieder unglaubliche Zeltsitzungen auf dem Neumarkt. Während der Samstag und Sonntag seit Jahren Selbstläufer sind und der Inbegriff von „Karneval für alle“ darstellt, hat sich auch die zum dritten Mal stattfindende Mädchensitzung am Montag inzwischen fest etabliert. In diesem Zusammenhang sind wirklich alle guten Dinge 3 und was 2018 in Kölle dreimal stattfindet ist ja bekanntlich kölsche Tradition.
Am 21. Januar folgte die vierte Fastelovends Matinee im Odeon in der Kölner Südstadt. Hier traf sich die KG mit vielen Freunden und verlebte schöne Stunden beim Schwade und Verzelle nachdem man zunächst gemeinsam den Film über 40 Jahre Bläck Fööss gesehen hatte.
Die Kostümsitzung zog dieses Jahr erstmal seit vielen Jahren zurück in den Sartory. Vor einem vollen Haus wurde mit einem tollen Programm die Entscheidung als richtig bestätigt. Nach der Sitzung kam bereits bei der ersten Wiederaufnahme etwas von dem Feeling der legendären After-Show-Partys im Sartory auf.
Der kurzen Session geschuldet blieb kaum Zeit zum Durchatmen bis es in die heiße Phase der Session ging und schon war es Zeit für den traditionell am Karnevalssamstag stattfindenden Paprikaball. Wie immer vergnügten sich Jung und Alt in der ausverkauften Wolkenburg. Karnevalssamstag ohne Paprikaball ist einfach kein Karneval.
Zwei Tage später nahm die K.G. Alt-Köllen wieder mit einer großen Gruppe und gefolgt von einem großen Festwagen am Kölner Rosenmontagszug teil. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass Petrus wieder ne Kölsche war und das Wetter mitspielte.
Abgeschlossen wurde die Session durch das traditionelle gemeinsame Fischessen der Gesellschaftsmitglieder mit Familien.
Nachdem die KG Alt-Köllen vun 1883 e.V. in der Session 2017/2018 in Ihren 135. Geburtstag erfolgreich mit vielen Freunden gefeiert hatte, folgten bis zur Jahreshauptversammlung verhältnismäßig ruhige Monate, in denen im Hintergrund bereits an den Veranstaltungen der anstehenden Session 2018/2019 die Feinjustage betrieben wurde.
Die ruhige Phase wurde unterbrochen durch einen Wechsel an der Spitze unserer Tanzgruppe Kölsche Harlequins. Von Cassia Kuckelkorn wechselte das Zepter nach vielen erfolgreichen Jahren in die Hände von Stefanie Hilger und Peter Pick.
Auf dem monatlich stattfindenden Stammtisch trafen sich die Mitglieder, Familich und Fründe zu geselligen Abenden. Das Sommerfest im Juni im Fort I im Friedenspark war ein Höhepunkt außerhalb der Session.
Auf der Jahreshauptversammlung wurde unser erster Vorsitzender Ernst Braun zum Ende seiner ersten Amtszeit mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Mit Markus Lüdemann verließ ein langjähriges Mitglied des Vorstandes die erste Reihe aus persönlichen Gründen, um aber weiterhin der Gesellschaft mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ebenso stellte unser langjähriger Zeugmeister Jürgen Brocker sein Amt zur Verfügung. Wir danken Markus Lüdemann und Jürgen Brocker für Ihren Einsatz in unserer Gesellschaft.
Leider haben uns auch in dieser Session wieder einige Mitglieder für immer verlassen. Wir gedenken unserer verstorbenen Mitglieder Richard Henschen, Weihbischof Melzer und Torsten Sonntag. Richard Henschen hat über viele Jahre den Senat der KG Alt-Köllen und unseren Elferrat unterstützt. Weihbischof Melzer war Ehrensenator und Ehrenmitglied unserer KG.

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Ausschnitte aus der Chronik

Beendet wurde die Jubiläumssession mit der mittlerweile traditionellen Familienfahrt – und hier hatten sich die Organisatoren etwas Besonderes einfallen lassen. Es ging auf den Drachenfels, wo die kölschen Jubilare auf zwei weitere trafen: zum einen die Drachenfelsbahn, die genauso alt wurde wie die KG, und zum anderen Mitglieder und Vorstand der Großen Königswinterer Karnevalsgesellschaft – ebenfalls 111 Jahre alt. Die 120-köpfige Kölner Delegation und die Gastgeber im Siebengebirge bildeten eine große Gruppe, die noch dazu fröhlich rheinisches Liedgut anstimmte und so natürlich bei den Touristen für großes Aufsehen sorgte.



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