Ausschnitte aus der Chronik

So formulierte es der KG-Vorstand im Sessionheft „Die Bütt” des Jahres 1960. Hintergrund des Statements war die Ausbootung der Gesellschaft durch Gastronom Blatzheim aus dem Gürzenich, weil angeblich der Getränke-Umsatz bei Alt-Köllen nicht dem entsprach, was die Besucher bei anderen Korps und Gesellschaften konsumierten. Als sich um den von der KG traditionell besetzten Gürzenich-Termin am Mittwoch vor Weiberfastnacht andere Gesellschaften bewarben, nutzte der Gastronom die Gunst der Stunde, um Alt-Köllen eine Absage zu erteilen. Doch die Gesellschaft machte ihrerseits ordentlich Wirbel und stellte – 1960 wohlgemerkt – die Frage, was denn der Besuch einer Karnevalssitzung überhaupt kosten dürfe. Die beispielhafte Rechnung vom „Ehepaar Schmitz” hat auch fast 50 Jahre später kaum an Aktualität eingebüßt. Für einen Abend im Gürzenich, inklusive Eintrittskarte, Bahnfahrt, Getränken und einem kleinen Imbiss kamen damals etwa 50 Mark zusammen. Ein halber Wochenlohn war dies für den Durchschnittsverdiener jener Zeit. Das damals schon geäußerte Gegenargument, man müsse eben auf den Besuch anderer Veranstaltungen verzichten, konterte die KG mit dem Hinweis auf „Tausende Schmitzens”, die Straßenkarneval hoch hielten, die Kulisse für den Rosenmontagszug bildeten und dem Prinzen Karneval Beifall zollten.



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