Ausschnitte aus der Chronik

Aufbruchstimmung, tiefgreifende Veränderungen im Stadtbild, die Perspektive, sich zur modernen Großstadt zu entwickeln – das erzeugt immer auch ein Bewusstsein für das Traditionelle und die Rückbesinnung auf das Altbewährte. Es waren aber nicht nur Vorbehalte vor Neuem, sondern auch konkrete Erfahrungen, dass sich der Karneval zu dieser Zeit gewandelt hatte: „Unmoral auf Bällen und Sitzungen, zweideutige Gassenhauer und Zoten jedweder Art bestimmten leider das Bild”, schrieb ein ernsthaft besorgter Chronist jener Tage. Wohl auch vor diesem Hintergrund ist es zu verstehen, dass sich die Gründerväter zweier neuer Karnevalsgesellschaften bei den ersten Überlegungen im Laufe des Jahres 1882 für die Namen „KG Aehnze Kähls” und „KG Alt-Cöllen” entschieden. Zwischen den ernsten Kerlen und den Alt-Kölnern bestand von Beginn an eine enge Freundschaft. Vielleicht auch, weil die jeweiligen Gründer beide aus kaufmännischen Branchen stammten. Senfgroßhändler Matthias Bein aus der Eintrachtstraße stand für die KG Aehnze Kähls und Buchhändler Wilhelm Müller ist als Gründer der KG Alt-Cöllen verzeichnet. Er wohnte in der Lintgasse, unmittelbar am Alter Markt – altkölnischer geht es kaum.



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