2006 - 2007

Die Chronik der K.G. Alt-Köllen vun 1883 e.V.

Von Frank Tewes

Im Sommer 2006 brachte der Vorstand das durchaus beachtliche Kunststück fertig, ausgerechnet während der Fußball-Weltmeisterschaft die Jahreshauptversammlung der KG auf einen spielfreien Tag zu terminieren. In der Wolkenburg wurden Michael Hohmann als 1. Vorsitzender und Heinrich Schmitz als Geschäftsführer einstimmig in den geschäftsführenden Vorstand wiedergewählt, genauso wie die übrigen Mitglieder des Vorstandes und Gesamtvorstandes. Des Weiteren wurde der Vorstand durch die Aufnahme neuer Mitglieder in den Gesamtvorstand weiter verjüngt – jetzt besteht eine gesunde Mischung aus Alt und Jung, aber trotzdem mit entsprechender Kontinuität in der Vorstandsarbeit. Präsident Hans Brocker und Vorsitzender Michael Hohmann werden im geschäftsführenden Vorstand tatkräftig von Schatzmeister Wolfgang Flemm, Geschäftsführer Heinrich Schmitz, dem zweiten Vorsitzenden Dr. Klaus Fritz, Programmgestalter Wolfgang Fabritius, Schriftführer Markus Leimbach und Michael Aretz im Kartenverkauf unterstützt. Dazu arbeitet im Hintergrund der Senat mit seinem Vorstand – Senatspräsident Wolfgang Kaup, Vizesenatspräsident Manfred Sauerborn und Senatsgeschäftsführer Klaus Nettesheim – jederzeit zum Wohle der Gesellschaft.

Kurz gesagt: Die KG Alt-Köllen ist gut aufgestellt – sie unternimmt alles, um ihre Gäste zufrieden zu stellen und ihnen wunderbare karnevalistische Abende und Veranstaltungen zu bieten. Und im inneren Gefüge bilden sich enge Freundschaften bei gemeinsamen Aktivitäten, Familienfahrten, Stammtischen oder Mitgliedertreffen. Das Jubiläum „125 Jahre KG Alt-Köllen” kann beginnen.


Angeführt von dieser Führungscrew startete die KG Alt-Köllen vun 1883 e.V. im November 2007 in ihre nächste Jubiläumssession: 125 Jahre Alt-Köllen

Am 24.11.2007 wurde die Session mit einer italienischen Nacht eröffnet, bei der der italienische Superstar Rosanna Rocci der musikalische und optische Höhepunkt einer rauschenden Ballnacht war.

Rosenmontag Im Zeichen des Jubiläums standen die weiteren Veranstaltungen der Session, die mit der "Mess up Kölsch" gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Andreas um ein weiteres echt kölsches Event "Karneval und Kirche" erweitert wurde. Insgesamt ein würdiger Rahmen für die Session zum 125. Jubiläum der KG Alt-Köllen.


Rosenmontag Überschattet wurde die Reihe der Jubiläumsveranstaltungen allerdings durch die Ungewissheit über den Fortbestand der nun bereits im 25. Jahr stattfindenden Volkssitzung auf dem Neumarkt. Durch das neue Platznutzungskonzept der Stadt Köln sollte diese volksnahe Sitzung, bei der die KG Alt-Köllen seit Jahren die Überschüsse gemeinnützig einsetzt, in die Außenbezirke verbannt werden. Durch den unentwegtem Einsatz des Vorstandes der KG Alt-Köllen, des Festkomitees, das u.a. in Rekordzeit extra einen Wagen für den Rosenmontagszug umbauen ließ, und der großen Familie der Karnevalisten, die durch die Aktion "schwarze Nasen", ins Leben gerufen durch Markus Ritterbach , den Präsidenten des Festkomitees Kölner Karneval, ihren Unmut zum Ausdruck brachten, konnten letzlich auch die Politiker überzeugt werden, dass die Zeltsitzung der KG Alt-Köllen auf den Neumarkt gehört. So wird auch in Zukunft auf dem Neumarkt die Volksproklamation für das Kölner Dreigestirn stattfinden.

Kurz nach Ende der Session wurden die Gedanken an eine unvergessliche Session durch den Tod des Märchenprinzen der Session 1982/1983 Kurt Ludes unterbrochen. Kurt Ludes hinterlässt in der Gesellschaft eine große Lücke und wird in den Annalen der KG und des Kölner Karnevals weiterleben.

<< zurück (2001 - 2005) weiter (2008 - 2011) >>

Ausschnitte aus der Chronik

Zur Jubelsession 1983 lag es nahe, dass die Gesellschaft auch das Kölner Dreigestirn stellte. Ein echtes Alt-Köllen-Trifolium – das hatte es in der Geschichte der Gesellschaft noch nie gegeben. Drei Tage vor der Prinzenproklamation platzte jedoch eine „Bombe”: Der designierte Karnevalsprinz Hans-Rudolf Ehser war plötzlich zurückgetreten. Auf der Prinzenstandarte hatte die Firma Carl Adler bereits den Schriftzug „Rudi I.” gestickt. Dieser wurde ersetzt durch „Kurt II.”, denn Alt-Köllen-Präsident Kurt Ludes sprang persönlich in die Bresche. Ein goldrichtiger Entschluss, denn hinterher waren sie nicht nur in der KG sondern in ganz Köln richtig stolz auf das Dreigestirn Prinz Kurt II. (Ludes), Bauer Reinhold (Schornstein) und Jungfrau Hansi (Salchert). Sie erwiesen sich als würdige Botschafter des Karnevals und der Stadt Köln. Eine bislang einmalige Auszeichnungfür eine Kölner Karnevalsgesellschaft war dabei die Privataudienz des Dreigestirns bei Papst Johannes Paul II. im Vatikan am 24. Oktober 1983. Das Dreigestirn und die begleitenden Karnevalistensowie hochrangige Kölner Kirchenvertreter erhielten den apostolischen Segen und nahmen die Grüße des Kirchenoberhauptes an die Stadt Köln und ihre Bürger, die er ja noch bestens von seinem Besuch im Jahr 1980 in Erinnerung hatte, entgegen.



Und sonst noch

Sponsoren