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Ausschnitte aus der Chronik

Liederheft Ähnze Kähls 1912Fast zwangsläufig fusionierten beide Gesellschaften, die inzwischen drei Jahrzehnte bestanden, im Jahr 1913. Hehre Pläne hatten sie damals im Mai: Eine eigene „Bürgergarde” gründeten sie. Staatse Kääls in Uniformen waren das, die in den „Kampf gegen Griesgram und Muckertum” geworfen wurden. Die Gesellschaft trug damals den Bandwurm-Namen „Vereinigte Carnevalsgesellschaften Aehnze Kähls und Alt-Cöllen von 1883 – Bürgergarde Kölner Bürgerwehr e. V.”. 1914 wurde noch mit einem beeindruckenden Programm gemeinsam Karneval gefeiert. Die „Kölner Bürgerwehr” gab sich dabei übrigens betont militärisch. Die Beschreibungen der einzelnen Veranstaltungen klingen knapp hundert Jahre später ausgesprochen martialisch: Man traf sich beispielsweise zum „Appell mit sämtlichem Gepäck, Kompanie-Einteilung, Übungsschießen”, auch ging es hinaus zur „Felddienst-Übung” auf die Butzweiler Wiesen unter Beteiligung des Amazonenkorps. Und als man zum Bombardement gegen die Festung „Duckmüser” aufrief, dachte wohl kaum jemand daran, dass nur wenig später tatsächlich die Bomben fallen sollten.



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